Unsere Service-Nummer für den Raum Soest:

(02921) 36 20-400

Montag bis Donnerstag 9:00-18:00 Uhr
Freitag 9:00-14:00 Uhr

Verhinderungspflege

Pflegebedürftige Menschen der Pflegegrad 2 bis 5 haben Anspruch auf die sogenannte Verhinderungspflege. Zielsetzung der Verhinderungspflege ist die Verhinderung der ehrenamtlichen Pflegeperson (z.B. pflegender Angehöriger) wegen Krankheit, Erholungsurlaub oder aus anderen Gründen abzusichern und die nahtlose pflegerische Versorgung des pflegebedürftigen Menschen auch in diesen Zeiten sicherzustellen. 
 
Die Pflegekasse übernimmt die nachgewiesenen Kosten einer notwendigen Ersatzpflege, z.B. durch einen ambulanten Pflegedienst, für maximal 6 Wochen und bis zu einem Geldwert von 1612 Euro pro Jahr. Dieser Leistungsbetrag kann um 806 Euro aus noch nicht in Anspruch genommenen Mitteln der Kurzzeitpflege (vgl. Punkt „Kurzzeitpflege") auf dann 2418 Euro pro Jahr aufgestockt werden.

Dieser Anspruch auf Verhinderungspflege besteht allerdings erst dann, wenn die nun verhinderte Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderung mindestens 6 Monate gepflegt hat (Pflegegrad muss folglich auch für mindestens 6 Monate bestehen).

Anders ist die Ersatzpflege durch Pflegepersonen geregelt, die mit dem Pflegebedürftigen bis zum zweiten Grade verwandt (Kinder, Enkel, Eltern, Großeltern sowie Geschwister des Pflegebedürftigen) oder verschwägert sind bzw. mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben. In diesen Fällen wird lediglich das jeweilige Pflegegeld gezahlt, also 316,-/ 545,-/ 728,-/ 901,- Euro je nach Pflegegrad - weil der Gesetzgeber davon ausgeht, dass diese nahen Angehörigen die Ersatzpflege nicht als Erwerb ausüben. Entstehen diesen nicht erwerbsmäßigen Pflegepersonen jedoch notwendige Aufwendungen, zum Beispiel Fahrtkosten oder Verdienstausfall, so können die Pflegekassen diese Kosten zusätzlich übernehmen.
Üben diese nahen Angehörigen die Ersatzpflege allerdings erwerbsmäßig aus, so gilt der ursprüngliche Leistungsumfang.
 
Ein Unternehmen der