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Begutachtung

Nach Eingang Ihres Antrags auf Feststellung der Pflegebedürftigkeit (vgl. Punkt „Antragsstellung") bei Ihrer Pflegekasse, leitet diese diesen unverzüglich an den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) weiter. Der MDK arbeitet als neutraler und unabhängiger Beratungs- und Begutachtungsdienst für alle gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen und wird bei medizinischen Fragen zu Rate gezogen. Der MDK kann die Begutachtung durch eigene Gutachter leisten oder externe Gutachter damit beauftragen.

Zielsetzung der Begutachtung ist es, zu überprüfen, ob eine Pflegebedürftigkeit vorliegt und wie sich diese in Art und Umfang darstellt. 

Das Ergebnis der Begutachtung muss Ihnen die Pflegekasse bis spätestens 25 Werktage nach Eingang des Antrags zukommen lassen. In besonderen Fällen (z.B. Antragssteller befindet sich in einem Hospiz oder wird ambulant palliativ versorgt) gelten verkürzte Begutachtungsfristen, damit auch in diesen Fällen eine optimale pflegerische Versorgung gewährleistet werden kann.

Grundlage der Begutachtung durch den MDK ist der Pflegebedürftigkeitsbegriff nach §14 SGB XI „Begriff der Pflegebedürftigkeit" und das Begutachtungsverfahren nach §15 SGB XI „Ermittlung des Grades der Pflegebedürftigkeit, Begutachtungsinstrument".

Wir als Diakoniestation unterstützen und beraten Sie gerne rund um das Thema Begutachtung und Feststellung der Pflegebedürftigkeit.

Begutachtung von Kindern

Mit der Einführung der Neudefinition des Pflegebedürftigkeitsbegriffs und der Einführung eines neuen Begutachtungsverfahrens im Sozialgesetz wurde ebenfalls die Begutachtung für pflegebedürftige Kinder präzisiert.

Die Antragsstellung, das grundlegende Verfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit bei Kindern und der Leistungsanspruch bleiben unverändert. Um die Pflegebedürftigkeit bei Kindern präziser feststellen zu können, wurden zwei zusätzliche Kriterien in Modul 4 „Selbstversorgung“ und Modul 5 „Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen“ hinzugefügt:
  • Modul 4: Selbstversorgung
    Bestehen gravierender Probleme bei der Nahrungsaufnahme bei Kindern bis zu 18 Monaten, die einen außergewöhnlich pflegeintensiven Hilfebedarf auslösen
  • Modul 5: Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen
    Besuch von Einrichtungen zur Frühförderung bei Kindern
Bei der Begutachtung von pflegebedürftigen Kindern gilt ein Kind des gleichen Alters ohne körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten als Vergleichsreferenz. Somit wird also untersucht, inwieweit ein pflegebedürftiges Kind in seiner Selbstständigkeit oder in seinen Fähigkeiten durch körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen von einem Kind ohne Beeinträchtigungen abweicht.
 
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